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100 Jahre Frauenwahlrecht: Ziel erreicht! … und weiter?

Im November 1918 erhielten Frauen in Deutschland das aktive und passive Wahlrecht. Was verbinden Frauen hundert Jahre später mit diesem Erfolg? Generationen hatten dafür gekämpft. Der Widerstand seitens der Gegner der Frauenbewegungen war immens, der Glaube an die Minderwertigkeit von Frauen hielt sich hartnäckig. Viele Aktivistinnen sahen die Erlangung der politischen Gleichberechtigung von Männern und Frauen als ihre Lebensaufgabe – viele wurden enttäuscht und erlebten die Einführung nicht mehr. Welche Bedeutung hat das Frauenwahlrecht für sie und wie gehen sie damit um in Zeiten erstarkender rechter Gruppierungen und Parteien, die erzkonservative Frauen- und Familienbilder propagieren und ihre antifeministische Haltung kaum verbergen? Die Literaturwissenschaftlerin Isabel Rohner und die Journalistin Rebecca Beerheide haben Frauen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Medien gefragt. Herausgekommen ist ein vielfältiges Buch voller persönlicher Einblicke.

Mit Beiträgen von: Tina Groll,  Sabine Lautenschläger, Rita Süssmuth,Nikola Müller, Manuela Schwesig, Rebecca Beerheide, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Stephanie Bschorr, Zana Ramadani, Gesine Schwan, Anke Gimbal und Ramona Pisal, Julia Trompeter, Isabel Rohner, Ulrike Guérot, Sigrid Nikutta, Mithu M. Sanyal, Claudia Roth, Christa Stolle, Sharon Adler, Kerstin Wolff, Cornelia Möhring, Katharina Nocun und Ulrike Helmer. Erschienen im Ulrike Helmer Verlag.

Kinder + Karriere = Konflikt? – Denkanstöße für eine deutsche Debatte

An der Vereinbarkeitsfrage von Familie und Beruf manifestiert sich der tatsächliche Status Quo der Gleichberechtigung von Mann und Frau. Den Frauen reiben sich an einem überhöhten Mütterideal und an Arbeitgebern auf, die Mütter nur selten in Führungspositionen befördern. Die Männer werden noch viel zu oft in die Rolledes Ernährers gedrängt oder und sehen sich im Karriereabseits, wenn sie eine Familienauszeit im Job wollen. Oder das Paar entscheidet sich gleich für die traditionelle Arbeitsteilung: Sie landet in der Teilzeitfalle und Altersarmut, er verpasst zu viel Zeit mit seinen Kindern.

In diesem umfassenden Buch analysiert die Journalistin Tina Groll, warum sich an dieser Ungleichheit zwischen den Geschlechtern auch in der jungen Generation kaum etwas ändern wird. Sie beschreibt, welche falschen politischen Rahmenbedingungen zum Dauerkonflikt zwischen Familie und Beruf für Männer und Frauen führen. Aber sie zeigt auch Lösungen aus anderen Ländern sowie positive Beispiele aus der Wirtschaft auf und erklärt Eltern, welche rechtlichen Möglichkeiten sie haben und nutzen sollten. Am Ende geht die Vereinbarkeit von Familie und Beruf die gesamte Gesellschaft etwas an und muss auch kein Widerspruch sein. Warum, steht in diesem Buch.“

Das Buch ist 2016 im Stark-Verlag erschienen. Einen Auszug aus dem Buch kann man hier lesen. Hier kann man es bei Amazon bestellen. Eine Rezenion ist hier zu finden. Eine weitere hier und ein Interview mit der Autorin hier.

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Inhaltsverzeichnis:

  • Warum noch ein Vereinbarkeitsbuch?
  • Wir sind doch längst gleichberechtigt. Oder?
  • Männer machen Karriere, Frauen suchen Erfüllung
    – Interview: Burn-out-Expertin Carola Kleinschmidt
  • Verfranzte Familienpolitik
    – Interview: Väter-Aktivist Volker Baisch
  • Von Rabenmüttern und Schmerzensmännern
    – Interview: Väter-Coach Sascha Schmidt
    – Interview: Führungsfrau Dagmar Karp
  • Auch die Unternehmen müssen etwas unternehmen
    – Interview: Personalchef der Schmidt + Clemens Gruppe
    – Interview Rechtsanwältin Nina Diercks
  • Die Eltern von Bullerbü
    – Interview: Journalistin Mareice Kaiser, Mutter einer schwerbehinderten Tochter
  • Gut zu wissen
    – Interview: Arbeitsrechtlerin Cornelia Marquardt
  • Fazit: Kinder und Karriere – kämpft dafür!

Beruf Journalistin: Von kalkulierten Karrieren und behinderten Berufsverläufen

Frauen sind im Journalismus noch unterrepräsentiert, der Beruf ist horizontal und vertikal segmentiert. Journalistinnen arbeiten größtenteils bei den prestigeärmeren Medien und in den prestigeärmeren Ressorts. In die Führungspositionen gelangen sie selten. Sie verdienen weniger als ihre männlichen Kollegen – trotz einer durchschnittlich formal höheren Qualifikation. Die Diplom-Journalistin Tina Groll hat die bestehenden Berufsfeldstudien geschlechtsspezifisch ausgewertet und liefert mit diesem Buch eine Bestandsaufnahme zur Berufssituation der Journalistin. Fazit: Die Zukunft ist weiblich. Aber es gibt noch immer viele Gründe, die eine ungleiche Machtverteilung zwischen den Geschlechtern im Journalismus bedingen. Die muss überwunden werden. Dabei macht Tina Groll verschiedene Karrierestrategien von Journalistinnen aus: Von einer gründlichen Karriere planung über das Beherrschen der nötigen Konkurrenzstrategien über das Knüpfen von Netzwerken und dem Ausspielen der geschlechtsspezifischen Vorteile. Das Buch richtet sich an Ein-, Auf- und Umsteigerinnen im Journalismus, an Männer und Frauen, an KommunikationswissenschaftlerInnen und JournalismusforscherInnen. Erschienen im Av Akademikerverlag.

Hier kann man das Buch bei Amazon bestellen.