Journalistin / Redakteurin / Autorin

Tina Groll arbeitet als Redakteurin bei ZEIT ONLINE in Berlin im Ressort Wirtschaft, wo sie von 2009 bis 2017 für die Rubrik Karriere zuständig war. Sie schreibt über Arbeit, Arbeitsrecht und Arbeitsmarkt sowie Gleichberechtigung sowie Cybercrime und Identitätsdiebstahl. Nebenberuflich arbeitet sie als Moderatorin, gibt Gehaltsworkshops und hält Vorträge zu ihren Fachthemen.

Die gebürtige Norddeutsche begann ihre journalistische Laufbahn als Schülerin beim Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag (sh:z-Verlag), studierte sie Journalistik und Wirtschaft an der Hochschule Bremen und am  Manipal Institute of Communication, Südindien. Nach ihrem Studium machte sie ein Tageszeitungsvolontariat beim Bremer Weser-Kurier. Danach wechselte sie zu ZEIT ONLINE.

2008 erschien Tina Grolls Buch „Beruf Journalistin: Von kalkulierten Karrieren und behinderten Berufsverläufen“, in dem sie die Karrierechancen von Frauen im Journalismus untersuchte. Ebenfalls 2008 erschien „Rechtsabbieger“, ein Buch über Rechtsextremismus in Bremen und Niedersachsen, für das Tina Groll die Rolle der Frauen in der rechtsextremistischen Szene beleuchtete. 2009 schrieb Tina Groll an dem Buch „Angepasst & Ausgebrannt: Parteien in der Nachwuchsfalle“ mit, für das sie einen Selbstversuch als Nachwuchspolitikerin in der CDU unternahm. 2008 zeichnete sie das Medium Magazin als eine der „Top 30 Journalisten unter 30 Jahren“ aus. 2009 erhielt Tina Groll das Otto-Brenner-Recherchestipendium für ihre Recherche über den Schrottimmobilienskandal bei der Deutschen Kreditbank (DKB). 2016 veröffentliche Groll das Buch „Kinder + Karriere = Konflikt? Denkanstöße für eine deutsche Debatte“. Aktuell arbeitet sie gemeinsam mit dem Interpol-Polizisten Cem Karakaya an einem Buch über Cybercrime. Groll wurde 2009/2010 selbst Opfer von Identitätsmissbrauch in besonders krassem Maße. Sie wehrte sich erfolgreich dagegen – heute hält sie über das Thema Vorträge und berät Opfer.

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Führungserfahrung sammelte sie im Vorstand des Journalistinnenbund e.V. (2007-2009), im Vorstand der Journalistenvereinigung netzwerk recherche e.V. (2009-2011) sowie als Betriebsratsvorsitzende bei ZEIT ONLINE (seit 2012) und stellvertretende Gesamtbetriebsratsvorsitzende von DIE ZEIT und ZEIT ONLINE (seit 2012) sowie Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats von DIE ZEIT und ZEIT ONLINE (seit 2014).

Zudem übernimmt sie für die Deutsche Journalistinnen- und Journalistenunion (dju) in der Gewerkschaft ver.di verschiedene Funktionen und Ehrenämter. 2016 etwa in einer führenden Rolle für einen Tarifvertrag für ZEIT ONLINE. Erfolgreich gelang es erstmals die Tarifbindung für eine outgesourcte Online-Tochter eines großen Titels zu erkämpfen. Außerdem ist Groll seit 2013 für ver.di als Mitglied in der Arbeitsgruppe Online des Deutschen Presserats entsendet. Seit 2015 ist sie fest in den Presserat entsandt und Mitglied im Beschwerdeausschuss 1.

Neben dem Job hat Tina Groll zusammen mit der Wirtschaftsjournalistin Sabine Hockling die Seite diechefin.net – der Blog für Führungsfrauen aufgebaut. Hier schreiben die Journalistinnen über Frauen und Karriere. Die Chefin gehört mittlerweile zu den wichtigsten deutschsprachigen Blogs, die sich mit Gleichberechtigung in der Arbeitswelt auseinandersetzen. Das Ziel der Bloggerinnen: Frauen dazu zu ermutigen, keine Angst vor Macht zu haben.

Seit ihrer Jugend engagiert sich Tina Groll für Frauenrechte. Sie trainiert Taekwondo und Selbstverteidigung bei Chohwa, einer Kampfsportschule für Frauen in Berlin. Außerdem liebt sie Indien und interessiert sich für Arbeitsrecht.

Bücher & Publikationen